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Neptun - Mythologie - Dr. Christian Pinter - Astronomische Beobachtungstipps

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Dr. Christian Pinter
Astronomische
Beobachtungstipps
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Neptun - Mythologie
Kaum war der achte Planet entdeckt, entbrannte ein Streit um seinen Namen. Um den französischen Entdeckungsanspruch zu unterstreichen, sollte er auf Vorschlag des Astronomen François Arago nun Leverrier getauft werden. Dafür gestand Arago den Engländern zu, den von Wilhelm Herschel in Bath entdeckten Uranus nachträglich in Planet Herschel umzutaufen.

Zum Glück setzte sich der plumpe Nationalismus nicht durch. Man einigte sich auf einen neutrale Taufpaten, und zwar auf den Wassergott Neptun. Dieser war die römische Entsprechung des griechischen Gottes Poseidon.
Neptunbrunnen im Schönbrunner Schlosspark, Wien
Die seefahrenden Griechen ersonnen sicherheitshalber gleich mehrere Meeresgötter. Der mächtigste davon war Poseidon, ein Bruder des Zeus. Er gilt als Erschaffer des Pferdes - weshalb man bei Neptunbrunnen auch oft Pferde mit Flossen an den Hinterläufen sieht.

Sein Attribut ist der Dreizack. Damit rührt er, übel gelaunt, gar kräftig im Meer um. Ein berühmter Poseidontempel findet sich auf Kap Sounion, nicht allzu weit von Athen entfernt.
Poseidontempel auf Kap Sounion
Die Römer setzten den Poseidon mit ihrem Gewässergott Neptun gleich. Am 23. Juli feierten sie die Neptunalia - wohl um die Gottheit während der Sommerhitze um ausreichend Wasser zu bitten. Später übernahm Neptun auch im römischen Reich vor allem die Regentschaft über das Meer.
Mit seinem Erkennungszeichen, dem Dreizack, ziert Gott Neptun unzählige Brunnen: z.B. in Wien-Schönbrunn, in Linz oder im Nürnberger Stadtpark (Foto oben). Badefreudig zeigt sich der Neptun vor dem Heidelberger Schloss (Foto unten).
Das chemische Element Uran war nach dem Planeten Uranus getauft worden. Im 20. Jh. wiederholte sich ähnliches mit dem Neptunium, nachdem man dieses Element 1940 beim Beschuss von Uranatomen mit Neutronen hergestellt hatte.


Alle Angaben ohne Gewähr
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