Streuung
Licht wird an Teilchen gestreut. Das können Luftmoleküle oder Schwebeteilchen (Aerosole) sein.
Die Streuung ist richtungsabhängig. Vorwärts ist sie am stärksten, rückwärts am zweistärksten und seitwärts am schwächsten. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht dies in sehr schematischer Form.

Die Streuung hängt aber auch von der Wellenlänge des Lichts ab. Größere Teilchen wie Wassertröpfchen streuen weitgehend farbneutral, sehr kleine Teilchen wie Luftmoleküle streuen vor allem den kurzwelligen, blauen Lichtanteil.
Deshalb ist der Taghimmel bei Bewölkung oder Nebel schlicht grau, bei klarem Wetter hingegen blau.

Die Sonne spiegelt sich hier nicht etwa im Flugzeugfenster - sie wird vielmehr von einer tiefer liegenden Wolkenschicht rückwärts gestreut
Streuung gibt es natürlich auch im All. Zum Beispiel wird das Licht heißer, junger Sterne mitunter an jenen Staubteilchen gestreut, die nach deren Geburt übrig blieben. Dann spricht man, nicht ganz korrekt, von Reflexionsnebeln. Wegen der winzigen Dimension der Staubpartikel betrifft die Streuung auch dort vorrangig blaues Licht.

Der Reflexionsnebel NGC 1977 im Orion