NLC - leuchtende Nachtwolken: Aktuelle Sichtungen
Aktuelle Sichtungen finden sich u.a. auf der Facebookseite der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie. Dort werden u.a. auch eindrucksvolle Beobachtungsberichte aus Deutschland gepostet. Aussagekraft für Österreich besitzen bei den NLCs aber bestenfalls süddeutsche Berichte.
2026
- 2. Juli 2026
Wolfgang Vollmann erfasste um 22:36 MESZ schwache NLCs von Wien-Floridsdorf aus - tief im Norden und ausschließlich fotografisch. Seine Bilder sind hier auf der Facebook-Seite der WAA zu sehen
- 30. Juni 2026
Wolfgang Vollmann sah NLCs durch eine kleine Wolkenlücke (Wien-Floridsdorf, 22:28 MESZ). Seine Fotos findet man hier auf der Facebook-Seite der WAA
- 28. Juni 2026
Nach starken Radarechos bis 20 Uhr und schwächeren bis 21 Uhr MESZ konnte ich die Wolken gegen 22:45 von Wien-Floridsdorf aus sehen. Ausdehnung: Etwa zwischen 312° (NW) und 352° (N). Die Höhe lag bloß um 6°. Winkel gemessen mit Faust und Handspanne, mit der Venus als Eichmarke. Daraus errechnet sich eine Distanz von grob 800 km. Sonnentiefe 13° - also bereits in der astronomischen Dämmerung (siehe Foto unten)
- 21. Juni 2026
Wolfgang Vollmann sah NLCs vom Nordrand Wien-Floridsdorfs aus: "... mit freiem Auge sichtbar, aber nicht auffallend", schrieb er auf der Facebook-Seite der WAA. 22:20 MESZ, Sonnentiefe knapp 10°, also nautische Dämmerung.
2025
- 17. Juni 2025
Wolfgang Vollmann sah NLCs um 22:21 am Wiener Nordrand, vor allem im Fernglas (Facebook-Link). Sonnenhöhe -10,5°Weitere visuelle Sichtungen aus dem Raum Wien sind mir nicht bekannt, was natürlich auch am häufig bewölkten Abendhimmel gelegen haben mag. Allerdings zeigte auch das OSWIN-VHF-Radar in Kühlungsborn - meiner subjektiven Einschätzung nach - im Juni und Juli 2025 nur recht schüttere Echos.
2024Das nächste solare Maximum wurde für 2024 oder 2025 erwartet. Die Bildung der NLCs war somit gehemmt. Tatsächlich machten sich diese Erscheinungen am österreichischen Himmel schon im Jahr 2023 besonders rar.Ein ähnlich karges Bild hätte sich 2024 ergeben sollen. Doch 2024 sah man sie mindestens dreimal vom Raum Wien aus. Einige weitere Sichtungsmöglichkeiten mögen durch Wolken vereitelt worden sein.
- 23. Juni 2024
Alexander Pikhard und Wolfgang Vollmann fotografierten NLCs am 23. Juni 2024 in Wien, während bzw. kurz nach Ende der nautischen Dämmerung!A. Pikhard: 22:15 MESZ (Sonnenhöhe rund -10°)W. Vollmann: 22:45 MESZ (Sonnenhöhe -12,5°)Ich registrierte sie an diesem Abend gegen 22:30 ebenfalls - allerdings unter derart ungünstigen Standortbedingungen, dass ich mir nicht sicher war.
- 28. Juni 2024
Wolfgang Vollmann fotografierte sie außerdem am 28. Juni 2024 um 22:45 durch Wolkenlücken, nachdem das OSWIN-Radar bis kurz davor positive Echos gezeigt hatte. Besonders lehrreich an seinem Foto (Facebook-Link) ist die gelbliche Tönung bedingt durch die Extinktion. Sonnenhöhe: -12,6°
- 12. Juli 2024
Wolfgang Vollmann fotografierte NLCs abends durch sehr kleine Wolkenlücken, wieder nach positiven Daten des OSWIN-Radars.
Einer Hypothese nach sorgte der Ausbruch des Hunga Tonga-Hunga Haʻapai 2022 ("Tonga-Vulkan") im Jahr 2024 zusätzlich für Feuchtigkeit in der Mesosphäre: Dafür müsste man freilich eine Zeitverzögerung von eineinhalb Jahren einräumen.Einer anderen Theorie nach trugen die vielen Raketenstarts (spaceweather.com, 4.7.2024), speziell für die kommerziellen Starlink-Satelliten, vermehrt Wasserdampf in die Mesosphäre.
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